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Landesverband•Aktuelles•5. August 2026

Pflege darf nicht arm machen

Die Pflegekosten explodieren, Angehörige geraten an finanzielle Grenzen und sächsische Kommunen stehen vor dem Kollaps. Während Ministerpräsident Michael Kretschmer nun Kernforderungen der BSW-Fraktion öffentlich aufgreift, fordert das BSW konkretes Handeln direkt im Sächsischen Landtag.

Ronny Kupke - Pflege darf nicht arm machen
Ronny Kupke / Foto: Chris Lässig/SLT

Die Fakten in Sachsen

Der Weg in die Pflegebedürftigkeit führt in Ostdeutschland aufgrund historisch geringerer Vermögensreserven besonders schnell direkt in die finanzielle Überforderung und den Verlust aller Ersparnisse. Die aktuellen Zahlen zeigen das Ausmaß der Krise:

  • 986 Euro: So viel zahlen Betroffene in Sachsen im 1. Jahr im Pflegeheim monatlich selbst – ein Plus von knapp 9 % gegenüber dem Vorjahr.
  • 205 Millionen Euro: Darauf stiegen die Nettoausgaben der sächsischen Kommunen für die „Hilfe zur Pflege“ im Jahr 2024 (+24 %).
  • 452 Euro: Monatliche Investitionskosten der Heime, die bisher fast unprüfbar auf die Bewohner abgewälzt werden.

Kretschmer muss jetzt im Landtag handeln

Landesvoritzender Ronny Kupke zur Migration
Ronny Kupke

In einer gemeinsamen Erklärung griffen die Ministerpräsidenten von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen die dramatische Schieflage bei den Pflegekosten auf. Sie bestätigen damit punktgenau die Analyse des BSW-Antrags vom 3. Juli 2026. Doch wer Forderungen an Berlin stellt, muss vor der eigenen Haustür Verantwortung übernehmen.

Ronny Kupke, Vorsitzender der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag und gesundheitspolitischer Sprecher: „Michael Kretschmer bestätigt punktgenau unsere Analyse. Wer A sagt und in Berlin Forderungen stellt, muss jetzt auch B sagen. Seinen wortreichen Appellen müssen konkrete Entlastungen im Landtag folgen.“

Der BSW-Fahrplan für bezahlbare Pflege

Während die Staatsregierung nach Berlin zeigt, liegt der BSW-Antrag als konkreter Fahrplan auf dem Tisch. Pflege gehört zur öffentlichen Daseinsvorsorge.

Unsere Kernforderungen zur Entlastung von Bürgern und Kommunen:

  • Keine Abwälzung von Investitionskosten: Investitions- und Ausbildungskosten dürfen die Eigenanteile der Pflegebedürftigen nicht weiter in die Höhe treiben.
  • Steuerfinanzierung versicherungsfremder Leistungen: Rentenbeiträge für pflegende Angehörige sowie die medizinische Behandlungspflege müssen verlässlich aus Steuermitteln finanziert werden.
  • Schutz der Kommunen: Keine Lastenverschiebung auf die Kreise und Städte über die kommunale Sozialhilfe.

Ronny Kupke, Vorsitzender der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag und gesundheitspolitischer Sprecher: „Pflege muss für die Menschen bezahlbar und planbar bleiben – ohne Gang zum Sozialamt. Unser Antrag liegt auf dem Tisch und bietet den konkreten Fahrplan dafür.“

(Hinweis: Den vollständigen Text der Pressemitteilung der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag vom 05.08.2026 finden Sie im angehängten PDF-Dokument.)

» Webseite von Ronny Kupke

Fotos: Landtagsverwaltung

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