Das erste und spürbarste Opfer der geforderten Kriegstüchtigkeit ist der innere Zusammenhalt Deutschlands. Wir als BSW warnen eindringlich vor der Zerschlagung des Sozialstaats zugunsten militärischer Aufrüstung. Während für das sogenannte „Sondervermögen“ und gigantische Rüstungsprojekte im Handumdrehen dreistellige Milliardenbeträge mobilisiert werden, fehlt das Geld an allen anderen Ecken der Gesellschaft. Krankenhäuser stehen vor dem Bankrott, Schulen verfallen, Brücken stürzen ein und das Rentensystem ist chronisch unterfinanziert.
Die Mittel, die in Panzer, Munition und Raketen fließen, werden der heimischen Wirtschaft und den Bürgern entzogen. Parteigründerin Sahra Wagenknecht bringt diesen Widerspruch regelmäßig auf den Punkt, indem sie kritisiert, dass der Bevölkerung einerseits Opfer abverlangt und soziale Kürzungen als „alternativlos“ verkauft werden, während andererseits zweistellige Milliardenbeträge für Rüstungshilfen im Ukraine-Krieg ausgegeben werden. Eine Gesellschaft, die im Inneren erodiert, deren Bildungssystem kollabiert und deren Infrastruktur verrottet, kann niemals stark sein. Die Priorisierung des Militärischen zerstört das Fundament unseres Wohlstands.