Betrachtet man die technischen Parameter der derzeit eingesetzten Drohnen, analysiert die Ziele und Vorgehensweisen der politischen und militärischen Akteure und werden die nach einiger Zeit veröffentlichten Ergebnisse der Untersuchungen der Vorfälle herangezogen, muss festgestellt werden, dass das tatsächliche Bedrohungspotenzial von Drohnen in den Leitmedien unverhältnismäßig dargestellt wird. Es geht also augenscheinlich beim von Drohnen ausgehende Bedrohungspotenzial wohl eher um eine Begründung politischer Ziele und Beweisführung einer politischen Handlungsweise.
Auch ist zu beobachten, dass das der Term „Drohnen“ zum Nachweis einer besonders gefährlichen Bedrohungslage vorrangig mit Wörtern wie „Russland“, „Angriffskrieg“ und beispielsweise auch mit Adjektiven, wie „brutal“ oder auch „feindlich“ verstärkt wird. Auch wenn aus Gründen der sogenannten journalistischen Sorgfalt die meist unbegründeten Berichte mit „wahrscheinlich“ oder auch „mutmaßlich“ fachlich „gesäubert“ werden, bleibt die Verbindung der Worte „Drohnen“ und „Bedrohung“ überdurchschnittlich präsent.
Es gibt mehrere Studien, welche die durch eine unausgewogene Berichterstattung beeinflusste öffentliche Wahrnehmung betrachten. Aus der Analyse der ausgewählten Studien wurden folgende Hauptrisiken ermittelt:
- Missbrauch
- Verletzung Datenschutz
- Fehlfunktionen
- Sicherheit
- Geräuschemissionen
- Rechtsverletzungen / Haftung