„Wer aus Gewissensgründen den Kriegsdienst verweigert, darf nicht gegen seinen Willen zu einer militärischen Eignungsfeststellung gezwungen werden“, sagt der Landesvorsitzende Ronny Kupke. Das BSW Sachsen fordert, dass bereits ein Antrag auf Kriegsdienstverweigerung von der Musterungspflicht befreit. Derzeit müssen auch diejenigen zur Musterung erscheinen, die den Kriegsdienst verweigern wollen.
Der Parteitag hat zugleich praktische Hilfe beschlossen: Der Landesvorstand soll gemeinsam mit dem JSW Sachsen Informationsangebote, Unterstützung bei Anträgen und Kontakte für juristische Beratung aufbauen. „Wir beziehen klar Stellung und sorgen dafür, dass junge Menschen mit ihren Fragen nicht allein bleiben“, sagt der Co-Landesvorsitzende Jörg Scheibe.
Sabine Zimmermann, frühere Landes- und Fraktionsvorsitzende, mahnte auf dem Parteitag, das BSW müsse lauter und sichtbarer werden. Der Landesverband sieht dafür eine wachsende Grundlage: Nach seiner eigenen Auswertung erzielten seine Kommunikationskanäle zuletzt zusammen mehr als eine Million Kontakte pro Monat. „Wir haben in den vergangenen sechs Monaten deutlich an Sichtbarkeit gewonnen. Jetzt kommt es darauf an, diese Aufmerksamkeit in konkrete politische Arbeit zu übersetzen“, erklären Kupke und Scheibe.