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LandesverbandAktuelles26. August 2026

Sachsen braucht eine echte Veränderung statt Stillstand und Übergangsetats!

In einer von der BSW-Fraktion geführten starken Debatte im Sächsischen Landtag stellen die Redner des BSW den Regierungsentwurf zum Doppelhaushalt 2027/2028 grundlegend infrage.

Fraktionsvorsitzender Ronny Kupke fordert Veränderungen statt Stillstand
Fraktionsvorsitzender der BSW-Fraktion bei der Debatte zur Einbringung des Doppelhaushalts 2027/2028 im Sächsischen Landtag

Im Sächsischen Landtag stand heute die auf der Tagesordnung. Was die Staatsregierung als zukunftweisenden Haushaltsplan präsentierte, entpuppte sich in der Debatte als bloße Fortsetzung einer orientierungslosen Politik des Verwaltens. Mit zwei mitreißenden, leidenschaftlichen und emotional geführten Reden setzten der Fraktionsvorsitzende Ronny Kupke und die haushaltspolitische Sprecherin Uta Knebel im Plenarsaal ein unüberhörbares Zeichen. Die Reaktionen der Altparteien zeigten, dass die beiden Redner vom BSW sprichwörtlich den Nerv der Abgeordneten der Alt-Fraktionen getroffen haben.

Präzise Analyse des Haushaltsentwurfs durch Ronny Kupke

Die BSW-Fraktion bei der Debatte zur Einbringung des Doppelhaushalts 2027/2028 im Sächsischen Landtag
Die BSW-Fraktion bei der Debatte zur Einbringung des Doppelhaushalts 2027/2028 im Sächsischen Landtag

Der Fraktionsvorsitzende der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, Ronny Kupke, dazu: „Sie verwalten weiterhin den Mangel an eigenen Ideen!“

In einer kämpferischen Grundsatzrede rechnete Fraktionschef Ronny Kupke mit der sächsischen Finanzpolitik ab. Vor gut einem Jahr habe die Staatsregierung den Haushalt noch als „Übergangshaushalt“ deklariert, um Zeit für Strukturreformen zu gewinnen – doch diese teuer erkaufte Zeit sei nun ungenutzt abgelaufen.

Ronny Kupke nahm das vorgelegte Zahlenwerk mit einem Gesamtvolumen von 53,5 Milliarden Euro (26,5 Milliarden Euro für 2027 und 27 Milliarden Euro für 2028) auseinander. Um die gigantische Finanzierungslücke von fast 2,7 Milliarden Euro zu stopfen, greife die Koalition tief in die Rücklagen (1,2 Milliarden Euro) und plane eine Nettoneuverschuldung von rund 1,5 Milliarden Euro: „Kredite sind nicht per se das Problem. Die Schuldenfreiheit darf kein Selbstzweck sein. Aber die entscheidende Frage lautet: Wofür macht der Freistaat eigentlich Schulden? Und was wird nach dem Verpulvern dieser 1,5 Milliarden Euro im Jahr 2029 besser sein als heute?“

Scheinmodernisierung der Landesverwaltung

Scharfe Kritik übte Ronny Kupke an der Scheinmodernisierung der Landesverwaltung. Der geplante Abbau von 523 Stellen in den kommenden zwei Jahren und langfristig über 8.700 Stellen bis 2040 ohne vorherige Aufgabenkritik sei lediglich „die Axt im Personalbüro“ und führe zu einer zynischen Arbeitsverdichtung auf dem Rücken der verbleibenden Beschäftigten. Auch die chronische Unterfinanzierung der sächsischen Städte und Landkreise sowie den Versuch der Regierung, durch seltenere Berichtspflichten die Kontrollrechte des Parlaments bei außerplanmäßigen Ausgaben zu beschneiden, prangerte er entschieden an.

Ebenso wies Ronny Kupke die unqualifizierten Angriffe und verbalen Entgleisungen der Grünen-Fraktionsspitze gegen das BSW mit klaren Worten zurück und forderte weniger moralische Überheblichkeit und mehr Demut ein.

Konstruktives Herangehen ist gefragt

Im Anschluss knüpfte Uta Knebel an die Rede von Ronny Kupke an und untermauerte die Kritik mit fachlich fundierten und zugleich leidenschaftlichen Ausführungen. Sie stellte heraus, dass die BSW-Fraktion nicht in Fundamentalopposition verharrt, sondern auf Basis der klar formulierten Rügen des Sächsischen Rechnungshofes und der Empfehlungen der Reformkommission handfeste Alternativen erarbeitet hat.

Finanzpolitische Sprechering Uta Knebel bei der Debatte zur Einbringung des Doppelhaushalts 2027/2028 im Sächsischen Landtag
Finanzpolitische Sprechering Uta Knebel bei der Debatte zur Einbringung des Doppelhaushalts 2027/2028 im Sächsischen Landtag

Uta Knebel brachte das Grundproblem des Regierungsentwurfs treffend auf den Punkt: „Der Haushaltsentwurf ist eingemauert zwischen Schuldenbremse und Generationenfonds. Die Mauer Schuldenbremse bröckelt. Das gibt nicht genug Raum für die notwendigen Investitionen und gesellschaftliche Entwicklungen. Dies zu ändern, bedarf teilweise einer Verfassungsänderung. Es liegt in den Händen des Landtages, ob wir die Mauern einreißen.“

Während Ministerpräsident Michael Kretschmer in Sonntagsreden immer wieder Bürokratieabbau, Verschlankung und kommunale Stärkung verspreche, regiere in den Ministerien weiterhin der bürokratische Förderdschungel, der Landräte und Bürgermeister weiter zu Bittstellern degradiere. Uta Knebel betonte weiter, dass das BSW der Staatsregierung die Hand zu konstruktiven Verhandlungen reiche, dies allerdings unter der Bedingung, dass Gelder endlich dauerhaft, pauschal und dynamisiert direkt dorthin fließen, wo Schulen, Straßen, Kitas und Krankenhäuser vor Ort erhalten werden müssen.

Nur mit dem BSW ist Veränderung möglich!

Der heutige Sitzungstag hat unmissverständlich vor Augen geführt, dass die etablierten Regierungsparteien sich in ihren eigenen Dogmen, Denkverboten und veralteten Mechanismen verfangen haben. Sie verwalten den Stillstand, während Sachsens soziale und wirtschaftliche Infrastruktur verfällt.

Debatte zur Einbringung des Doppelhaushalts 2027/2028 im Sächsischen Landtag
Debatte zur Einbringung des Doppelhaushalts 2027/2028 im Sächsischen Landtag

Eine andere, gerechte und zukunftsfähige Politik für die arbeitenden Menschen in Sachsen ist nur mit dem BSW möglich. Die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag wird sich in den kommenden Haushaltsausschüssen mit Nachdruck dafür einsetzen, die von den Altparteien aufgebauten ideologischen und fiskalischen Mauern einzureißen. Wir schaffen als BSW damit den Raum für echte Zukunftsinvestitionen, die Wiederbelebung unserer Kommunen und den Erhalt des gesellschaftlichen Zusammenhalts im Freistaat!

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