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KV Dresden•Aktuelles•10. Oktober 2026

US-Importe von russischem Diesel: Frust und Unmut in Sachsen

Während die Bürger und Betriebe in Sachsen unter enorm hohen Energiepreisen und einer noch nie dagewesenen Deindustrialisierung leiden, führt Washington der Weltöffentlichkeit gerade vor, wie pragmatisch Weltpolitik funktioniert.

BSW-Stadtrat Ralf Böhme über die Lieferung russischen Diesels an die USA
BSW-Stadtrat Ralf Böhme

US-Präsident Donald Trump hat gerade eine Vereinbarung mit Russland über große Liefermengen an russischem Öl und Diesel in die Vereinigten Staaten abgeschlossen. Vor laufenden Kameras im Weißen Haus sprach Trump von einer großen Sache und bedankte sich ausdrücklich bei Wladimir Putin dafür, dass Russland dem US-Markt umgehend aus der Klemme hilft.

Mehrere Millionen Tonnen Diesel aus Russland für die USA

Trump und Putin schließen Vertrag über die Lieferung russischen Öls in die USA
Trump und Putin schließen Vertrag über die Lieferung russischen Öls in die USA

Mehr als dreihunderttausend Tonnen Diesel sollen unverzüglich in die USA geliefert werden, gefolgt von einer weiteren halben Million Tonnen im November und einer weiteren Million Tonnen direkt im Anschluss. Mittelfristig stehen sogar bis zu drei Millionen zusätzliche Tonnen im Raum. Um diesen Milliardendeal rechtlich abzusichern, hat das US-Finanzministerium reagiert und die eigenen Sanktionen mit einer offiziellen Ausnahmegenehmigung bis zum 7. April 2027 außer Kraft gesetzt.

Verkauf, Transport, Löschung und Import von russischem Kraftstoff sind damit für Washington völlig legal, weil der eigene Schutz von Pendlern, Landwirten und Transportunternehmen gerade vor den Zwischenwahlen erst einmal Vorrang hat.

Deutsche Politik handelt gegen die Interessen ihrer Bürger

Für das BSW bestätigt dieser Deal, dass sich eine vernünftige Wirtschaftspolitik immer an den Interessen der eigenen Bevölkerung und der heimischen Industrie orientieren muss. Während das BSW schon seit langer Zeit dafür eintritt, die verheerenden Energiesanktionen zu beenden und verlässliche, günstige Energierohstoffe zum Erhalt unserer Industrie und unseres Handwerks zu sichern, agiert die politische Führung in Berlin und Dresden vollkommen dilettantisch.

Die hiesige Regierungskoalition lamentiert ununterbrochen über angebliche hybride Bedrohungen, warnt vor russischen Schattenflotten und beschwört das Bild eines russischen Reichs des Bösen herauf, während sie gleichzeitig die eigene Wirtschaft sprichwörtlich an die Wand fährt. Die Verantwortlichen in Berlin haben die preiswerte Energieversorgung gekappt, dafür aber teures Flüssiggas aus Übersee bestellt und damit die Deindustrialisierung Sachsens weiter vorangetrieben. Dieselbe Bundesregierung schaut nun tatenlos zu, wie die US-Regierung alle moralisierenden Sanktionslügen mit einem einzigen Federstrich vom Tisch fegt.

Deutschland und seine transatlantische Unterwürfigkeit

BSW-Stadtrat Ralf Böhme
BSW-Stadtrat Ralf Böhme

Der Fraktionsvorsitzende der BSW-Fraktion im Dresdner Stadtrat und wirtschaftspolitische Sprecher der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag, Ralf Böhme, fasste diese Schieflage zusammen: „Trump folgt einem einfachen Muster. Die Bedürfnisse der eigenen Wirtschaft und der eigenen Bevölkerung stehen für ihn im Vordergrund. Dagegen pflegt unsere dilettantische Regierung ihre transatlantische Unterwürfigkeit. Damit treiben die derzeit politisch Verantwortlichen den sächsischen Mittelstand zunehmend in den Ruin. Der gegen Russland angezettelte Wirtschaftskrieg ist gescheitert. Die sächsischen Betriebe und Bürger müssen jetzt den Preis für diese unsinnige Eskalationspolitik zahlen, die von unseren angeblichen Verbündeten längst ad absurdum geführt wurde.“

Die geopolitische Heuchelei wird damit vollends offengelegt. Europäische und deutsche Steuerzahler finanzieren milliardenschwere Waffenlieferungen, die letztlich in einem Stellvertreterkrieg in der Ukraine zerstört werden, während die US-Rüstungsindustrie damit riesige Profite macht. Wer in dieser Situation in Sachsen und Berlin immer noch stur an Sanktionsorgien festhält, handelt nicht im Sinne unseres Landes, sondern ruiniert vorsätzlich unsere Zukunft.

» Webseite der BSW-Fraktion in Dresden

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