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Kreisverband, KV Erzgebirge, KV MeißenAktuelles31. Juli 2026

BSW-Abgeordnete besuchen Staatsweingut Schloss Wackerbarth

Tradition, High-Tech und wirtschaftlicher Erfolg: Wie gelebte Heimatpflege, nachhaltige Innovation und verantwortungsvolle Wirtschaftspolitik im Elbtal Hand in Hand gehen

Till Neumeister, MdL Uta Knebel und MdL Ulf Lange
Till Neumeister, MdL Uta Knebel und MdL Ulf Lange

Vorzeigebetrieb sächsischer Identität und Genusskultur

Schloss Wackerbarth und der sächsische Weinbau gehören zum unverwechselbaren Markenkern des Freistaates Sachsen – in einer Reihe mit weltweiten Aushängeschildern wie der Dresdner Semperoper oder der Porzellanmanufaktur Meißen. Um sich vor Ort ein Bild von der wirtschaftlichen Entwicklung des Landkreises Meißen sowie der aktuellen Situation im Weinbau zu machen, besuchten die BSW-Landtagsabgeordneten Uta Knebel (BSW-Kreisvorstand Meißen & BSW-Finanzpolitikerin im Sächsischen Landtag) und Ulf Lange (landwirtschaftspolitischer Sprecher der BSW-Fraktion) das Sächsische Staatsweingut Schloss Wackerbarth in Radebeul.

Ein Blick hinter die Kulissen: Von der Rebe bis in die Flasche

Staatsweingut Schloss Wackerbarth
Staatsweingut Schloss Wackerbarth

Empfangen wurden die Parlamentarier von Weinbauleiter Till Neumeister, der die Gäste mit geballter Fachkompetenz und großer Begeisterung auf eine faszinierende Reise „von der Rebe in die Flasche“ mitnahm. Führung und Gespräch zeigten eindrucksvoll, mit welch hohem Engagement das erste Erlebnis-Weingut Deutschlands geführt wird. Mit spürbarem und berechtigtem Stolz erläuterte Neumeister die Maßnahmen, die Wackerbarth zu einer echten Erfolgsgeschichte gemacht haben – ein Paradebeispiel dafür, wie man Tradition, modernste Technik und Event-Tourismus gewinnbringend vereint.

Barocke Eleganz und Weinbautradition

Der Besuch bot auch Anlass, auf die eindrucksvolle Historie des Ensembles zu blicken:

  • Barocker Ursprung: Erbaut zwischen 1727 und 1730 von Christoph August Graf von Wackerbarth, dem Kabinettsminister Augusts des Starken, diente das Anwesen als Alters- und Reitersitz sowie als Ort glanzvoller barocker Feste.
  • Wiege der Radebeuler Sektradition: Bereits 1836 wurde hier die „Niederlößnitzer Actien-Gesellschaft zur Verfeinerung holzreifer Trauben“ gegründet – die älteste Sektkellerei Sachsens und eine der ältesten Deutschlands. Damit legte das Gut den Grundstein für eine verfeinerte Sektherstellung nach klassischer französischer Methode.
  • Erlebnis-Weingut heute: Nach umfassenden Sanierungen durch den Freistaat Sachsen wurde Schloss Wackerbarth 2002 als erstes Erlebnis-Weingut Europas neu eröffnet und verbindet seither historische Baukultur, Spitzenweine und Tourismus auf höchstem Niveau.

Wirtschaftlicher Erfolg ohne Steuergeld

Als Tochtergesellschaft der Sächsischen Aufbaubank (SAB) agiert die Sächsisches Staatsweingut GmbH als eigenständiges Unternehmen am Markt. Im Gegensatz zu vielen staatlichen Weingütern anderer Bundesländer arbeitet Schloss Wackerbarth hochprofitabel, erwirtschaftet stabile Gewinne und liegt somit dem Steuerzahler nicht „auf der Tasche“.

Eine vergleichende Seltenheit auf dem Weinmarkt ist die parallele Herstellung von erstklassigen Weinen und erlesenen Sekten in gleichbleibend herausragender Qualität. Die Nachfrage nach den Premium-Produkten ist enorm. Das Hauptvermarktungsgebiet erstreckt sich dabei bewusst über die ostdeutschen Bundesländer – nicht etwa aus Mangel an überregionalem Interesse, sondern weil die Kapazitäten der eigenen Rebflächen aufgrund der hohen Nachfrage in der Region schlicht ausgeschöpft sind. Ein besonderes Qualitätssiegel: Zahlreiche edle Tropfen aus Radebeul werden an die Konsulate der Bundesrepublik Deutschland weltweit geliefert und vertreten Sachsen bei diplomatischen Anlässen auf internationalem Parkett.

High-Tech im Weinberg & Pflege des Kulturerbes

Während des Besuchs demonstrierte das Team von Schloss Wackerbarth auch moderne Technologien: Der Einsatz von Drohnen zur Rebenpflege ermöglicht eine punktgenaue, ressourcenschonende Bestandsanalyse und Pflanzenschutzanwendung.

Gleichzeitig steht das Gut vor der Herausforderung, die für das Elbtal prägenden Trockenmauern an den Steillagen zu erhalten. Der Bau und die Sanierung dieser historischen Steinmauern ist extrem kostenintensiv, aber unverzichtbar für den Boden- und Erosionsschutz, die Biodiversität sowie den Erhalt unserer einzigartigen Kulturlandschaft.

Vorzeigemodell bei der Ausbildung von Nachwuchskräften

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Besuchs war das bestens funktionierende Ausbildungsprogramm des Staatsweingutes. Schloss Wackerbarth übernimmt hohe soziale Verantwortung und investiert gezielt in die nächste Generation:

  • Vielseitige Berufsbilder: Das Gut bildet nicht nur im klassischen Beruf des Winzers und Weintechnikers aus, sondern auch in den Bereichen Gastronomie, Veranstaltungskaufmann/-frau und Marketing.
  • Fachkräftesicherung im ländlichen Raum: Durch die hochqualifizierte Ausbildung bindet das Staatsweingut junge Talente an die Region und wirkt dem Fachkräftemangel aktiv entgegen.
  • Praxisnahe Exzellenz: Die Nachwuchskräfte lernen von der Handarbeit in den Steillagen bis hin zur hochmodernen Kellertechnik und kaufmännischen Betriebsführung alle Facetten eines modernen Agrar- und Mittelstandsbetriebes.

Mittelstand stärken, ländlichen Raum fördern

Der Besuch auf Schloss Wackerbarth unterstreicht die Grundsätze der BSW-Wirtschafts- und Regionalpolitik:

  1. Stärkung regionaler Wertschöpfung: Betriebe wie das Staatsweingut zeigen, wie aus regionaler Identität wirtschaftliche Stärke erwächst. Das BSW setzt sich dafür ein, dass regionale Erzeuger gestärkt werden, bürokratische Hürden abgebaut werden und die Wertschöpfung in der Region verbleibt.
  2. Förderung des ländlichen Raums: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden. Investitionen in Infrastruktur, den Erhalt von Kulturlandschaften (wie den sächsischen Steillagen) und die Förderung von regionalem Tourismus sind Kernanliegen des BSW. Das Zusammenspiel von Agrarwirtschaft, Gastronomie und Kultur schafft nachhaltige Arbeitsplätze außerhalb der Ballungszentren.
  3. Symbiose aus Tradition und Innovation: Der Einsatz modernster Drohnentechnologie kombiniert mit jahrhundertealter Handwerkskunst (Trockenmauern) zeigt, dass der ländliche Raum hochgradig innovationsfähig ist. Das BSW fordert zielgerichtete Unterstützung für Investitionen in Digitalisierung und nachhaltige Landwirtschaft.

Fazit der Abgeordneten:

Schloss Wackerbarth präsentiert ein überzeugendes Gesamtkonzept. Die einmalige Verbindung von landwirtschaftlicher Produktion, Pflege unseres kulturellen Erbes, niveauvollem Event-Tourismus und vorbildlicher Berufsausbildung zeigt, wie erfolgreiche Regionalentwicklung in Sachsen aussehen muss. Als BSW stehen wir fest an der Seite unserer regionalen Betriebe im ländlichen Raum.

» Informationen zum Schloss Wackerbarth

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