Mit ihrem Antrag „45 Jahre Arbeit müssen reichen – Gute Renten sichern statt das Rentenalter weiter zu erhöhen“ hat die BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag bereits im Juni 2026 eine klare Richtung vorgegeben. Dass Ministerpräsident Michael Kretschmer nun die Forderungen öffentlich aufgegriffen ha zeigt: Die Argumente des BSW wirken.
Doch den Lippenbekenntnissen müssen nun Abstimmungen im Landtag und Initiativen auf Bundesebene folgen.
Taten statt Worte für ostdeutsche Erwerbsbiografien
Gerade in Sachsen prägen Umbrüche nach 1990 viele Erwerbsleben. Massenhafte Betriebsschließungen, erzwungene Umorientierungen und Arbeiten im Niedriglohnsektor dürfen den Menschen bei der Rente nicht zum Verhängnis werden.
Dazu stellt Ronny Kupke, Vorsitzender der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag und Vorsitzender des Sozialausschusses, klar: „Wenn der Ministerpräsident unsere Analyse teilt, muss er unserem Antrag im Sächsischen Landtag zustimmen und sich im Bund gegen ein höheres Renteneintrittsalter, gegen ein weiter sinkendes Rentenniveau und für den dauerhaften Erhalt der abschlagsfreien Rente nach 45 Versicherungsjahren einsetzen. Unser Antrag liegt auf dem Tisch.“
Umsteuern zu einer solidarischen Erwerbstätigenversicherung
Statt Beschäftigte länger arbeiten zu lassen und auf spekulative, private Vorsorgemodelle zu verweisen, fordert das BSW eine grundlegende Reform nach österreichischem Vorbild.
Ronny Kupke fordert daher einen Systemwechsel: „Wir brauchen eine echte Erwerbstätigenversicherung: Alle zahlen entsprechend ihrer Einkommen ein, alle erwerben Ansprüche und niemand erhält eine Sonderbehandlung. Beamte, Selbstständige, Abgeordnete und Regierungsmitglieder müssen schrittweise in die gesetzliche Rentenversicherung einbezogen werden.“
Die Kernforderungen des BSW
- Die BSW-Fraktion fordert von der Staatsregierung ein klares Handeln auf Landes- und Bundesebene:
- Keine weitere Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters.
- Dauerhafter Erhalt der abschlagsfreien Rente für besonders langjährig Versicherte nach 45 Jahren.
- Verlässliches und lebensstandardsicherndes Rentenniveau.
- Solidarische Erwerbstätigenversicherung nach österreichischem Vorbild unter Einbeziehung von Beamten, Selbstständigen und Politikern.
- Bessere Anerkennung von Erziehungs- und Pflegezeiten.
- Wirksamer Schutz vor Altersarmut ohne Gang zum Sozialamt.
- Finanzierung versicherungsfremder Leistungen direkt aus dem Bundeshaushalt.
Das BSW wird die Staatsregierung an ihren Taten messen. 45 Versicherungsjahre müssen reichen!
(Hinweis: Den vollständigen Text der Pressemitteilung der BSW-Fraktion im Sächsischen Landtag vom 03.08.2026 finden Sie im angehängten PDF-Dokument.)