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Bundespartei31. August 2026

Rund 2.000 Besucher beim Festival der Meinungsfreiheit

Das BSW hat mit dem Festival der Meinungsfreiheit wieder einmal ein unüberhörbares Zeichen für eine offene Debattenkultur gesetzt. Rund 2.000 Menschen haben an der Veranstaltung in der historischen Magdeburger Festung Mark teilgenommen.

Festival der Meinungsfreiheit - mit Dr. Claudia Wittig und Thomas Schulze
Festival der Meinungsfreiheit - mit Dr. Claudia Wittig und Thomas Schulze

Sie erlebten ein ganztägiges Programm mit spannenden Redebeiträgen und Diskussionen über Medien, Politik, Kunst und Wissenschaft. Das Podium bot zahlreichen Persönlichkeiten Raum für einen respektvollen und zugleich ausgewogenen Austausch.

Die Moderation und Begrüßung übernahmen die BSW-Spitzenkandidaten bei der anstehenden Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Claudia Wittig und Thomas Schulze. Thomas Schulze betonte zu Beginn des Tages die Bedeutung des echten Austausches. „Meinungsfreiheit beweist ihren Wert nicht im Konsens, sondern dort, wo Reibung entsteht“, erklärte er vor dem Publikum.

Aufarbeitung der Pendemiezeit

Im ersten Podium diskutierten der Publizist Paul Schreyer, der Journalist Bastian Barucker und der Datenanalyst Tom Lausen über die Lehren der Pandemiezeit. Paul Schreyer forderte eine vorurteilsfreie Aufarbeitung der damaligen Geschehnisse. „Wenn man sich in diesem Land wieder auf vernünftige Maßnahmen einigen will, muss man über die Gräben hinweg reden, sprechen und vor allen Dingen zuhören“, appellierte Schreyer an die Gäste.

Im Anschluss thematisierte der Finanzwissenschaftler Stefan Homburg juristische Aspekte staatlicher Maßnahmen und forderte Reformen im Justizwesen.

Festival der Meinungsfreiheit
Festival der Meinungsfreiheit

Auch die Rolle der Kunst und der Medien stand im Mittelpunkt. Dr. Norbert Häring sprach mit dem Künstler Simon Rosenthal und dem Galeristen Steffen Peter über den Schutz schöpferischer Freiräume. In einer weiteren Runde diskutierten Norbert Häring, die freie Journalistin Aya Velázquez und Rechtsanwalt Markus Haintz unter der Leitung von Sevim Dağdelen über Meinungsmacht und Meinungsfreiheit.

Festival der Meinungsfreiheit - Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz
Festival der Meinungsfreiheit - Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz

Einen viel beachteten Vortrag hielt die Publizistin Prof. Dr. Gabriele Krone-Schmalz. Sie sprach sich eindringlich für den Erhalt pluralistischer Grundwerte und diplomatischer Verständigung aus. „Wer vom Recht auf Meinungsfreiheit keinen Gebrauch macht, der ist mitverantwortlich für die Aushöhlung demokratischer Prozesse“, mahnte Krone-Schmalz unter großem Beifall

Festival der Meinungsfreiheit - Ulrike Guérot
Festival der Meinungsfreiheit - Ulrike Guérot

Über den Zustand der Hochschulen und die Medienlandschaft debattierten die Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot und der Journalist Patrik Baab unter der Moderation von John Lucas Dittrich. Später beleuchtete der frühere Fernsehredakteur und jetzige Publizist Alexander Teske zusammen mit Alexander King die internen Mechanismen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.

Festival der Meinungsfreiheit - Flavio von Witzleben, und Florian Warweg
Festival der Meinungsfreiheit - Flavio von Witzleben, und Florian Warweg

In einem anschließenden Medienpanel diskutierten Flavio von Witzleben, der Journalist Florian Warweg und der Medienwissenschaftler Michael Meyen unter Moderation von Michael Lüders. Michael Meyen rief dazu auf, den Meinungskorridor wieder aktiv zu öffnen. Florian Warweg erinnerte an frühere Jahrzehnte der Debatte und stellte fest, dass es damals mehr Mut zur freien Rede gegeben habe.

Festival der Meinungsfreiheit mit Sahra Wagenknecht
Festival der Meinungsfreiheit mit Sahra Wagenknecht

Den Höhepunkt bildete das Abschlusspodium mit Parteigründerin Sahra Wagenknecht, der Schriftstellerin Daniela Dahn und Claudia Wittig, moderiert von Dietmar Ringel. Sahra Wagenknecht sprach sich für eine grundlegende Erneuerung der demokratischen Medienkultur und gegen die Einengung von Diskursen aus. Dabei kritisierte sie den Verlust fundierter Berichterstattung in manchen Leitmedien.

Claudia Wittig rief dazu auf, verhärtete Fronten zu überwinden und wieder offen aufeinander zuzugehen. „Wir möchten die Grabenkämpfe überwinden, wir möchten, dass man sich mit seinem Nachbarn auch mal wieder in der Sache streiten kann“, formulierte Wittig ihr Ziel für die politische Zukunft.

Mit diesem Tag hat das BSW bewiesen, wie wichtig eine faire und offene Gesprächskultur für unsere gesamte Gesellschaft ist.

» Das Festival im Video

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