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LandesverbandAktuelles20. August 2026

Abgeordnete im Gespräch mit Silicon Saxony

Die BSW-Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Jörg Scheibe und Ralf Böhme haben sich zu einem fachlichen Austausch mit Vertretern des Industrieverbandes Silicon Saxony getroffen. Gesprächspartner waren der Managing Director Frank Bösenberg sowie Thomas Freudenberg (Public Affairs & Government Relations).

vlnr: Managing Director Frank Bösenberg (Silican Saxony), Ralf Böhme (BSW), Prof. Dr. Jörg Scheibe (BSW) beim Silicon Saxony
vlnr: Managing Director Frank Bösenberg (Silican Saxony), Ralf Böhme (BSW), Prof. Dr. Jörg Scheibe (BSW)

Im Fokus des Gesprächs stand die Zukunftsfähigkeit des Mikroelektronik-Standorts Sachsen sowie die notwendigen infrastrukturellen und politischen Rahmenbedingungen.

Silicon Saxony ist ein zentraler Motor Sachsens

vlnr: Ralf Böhme (BSW), Prof. Dr. Jörg Scheibe (BSW)
vlnr: Ralf Böhme (BSW), Prof. Dr. Jörg Scheibe (BSW)

Sachsen nimmt durch Chipdesign und die Stärke der Hersteller integrierter Bauelemente (Integrated Device Manufacturers – IDMs) eine führende Rolle ein. Diese Branche ist für das Bundesland als Fundament für Innovationen in Schlüsseltechnologien von existentieller Bedeutung.

Die Forschung und die Entwicklung neuer Technologien bilden die Basis, auf der die zukünftige industrielle Wertschöpfung in Sachsen mit aufgebaut wird. Investitionen in diesen Bereich sind daher keine bloßen Subventionen zur Erhaltung alter Strukturen, sondern entscheidende Wachstumssignale.

Dabei verdeutlicht der harte Standortwettbewerb, beispielsweise auch durch hohe Förderungen in anderen Bundesländern wie Bayern, dass Sachsen seine finanzielle Unterstützung für Forschung und Wissenschaft, insbesondere für das Kompetenzzentrum Chipdesign, konsequent aufrechterhalten muss.

Zentrale Herausforderungen

Ein wesentlicher Diskussionspunkt war die Bedeutung der infrastrukturellen Anbindung. Eine funktionierende Flughafen-Infrastruktur ist essenziell für die Ansiedlung von Chipfabriken und die Gewinnung von Fachkräften. Die Unsicherheit um den Erhalt des Flughafens wird als Belastung für Investoren wahrgenommen. Auch die schlechte ICE-Anbindung beispielsweise nach Chemnitz wurde kritisch bewertet.

In der Forschungspolitik wurde betont, dass sich Sachsen nicht zu eng auf einzelne Technologien, wie etwa die Quantentechnik, fokussieren sollte. Stattdessen wird ein diversifizierter Ansatz mit Fokus auf fertigungsnahe Nutzung empfohlen. Die Arbeit des Barkhausen-Instituts bleibt für die Macher vom Silicon Saxony dabei eine absolute Priorität.

Internationale Kooperationen und Außenwirtschaft

vlnr: Managing Director Frank Bösenberg (Silican Saxony), Ralf Böhme (BSW), Prof. Dr. Jörg Scheibe (BSW)
vlnr: Managing Director Frank Bösenberg (Silican Saxony), Ralf Böhme (BSW), Prof. Dr. Jörg Scheibe (BSW)

Hinsichtlich der globalen Vernetzung wurde die Wichtigkeit eines Auslandsbüros in China unterstrichen, wobei stets ein Ausgleich zwischen Taiwan und China gewahrt werden sollte. Als weitere strategisch wichtige Partnerländer für die Mikroelektronik wurden Indien, Japan, Südkorea, die USA und Kanada benannt.

Fazit: Das BSW steht auch für „wirtschaftliche Vernunft“. Der Besuch bei Silicon Saxony diente dazu, die konkreten Anforderungen der regionalen Wirtschaft besser zu verstehen und in den politischen Diskurs einzubringen. Ein konstruktiver Dialog zwischen Politik und Industrie ist die Voraussetzung, um Sachsen auch künftig als einen führenden Hightech-Standort in Europa zu behaupten.

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